„Hier zu verweilen tut gut.“

Wir laden Sie ganz herzlich ein, unsere St. Johanniskirche zu besuchen. Die Gruppe von Ehrenamtlichen der "Offenen Kirche" unter der Leitung von Frau Renate Hesse heißt Sie in den Monaten Mai bis Erntedank eines jeden Jahres ganz herzlich Willkommen. Wir freuen uns auf Sie!

Öffnungszeiten

Mai bis Erntedank:

Dienstag bis Samstag 10.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 17.00 Uhr
Sonntag nach dem Gottesdienst, zwischen 11.00 Uhr und  12.30 Uhr

Erntedank bis Mai:

Leider bieten wir in dieser Zeit keine regelmäßigen Besichtigungszeiten an.


Ein Vormittag in der "Offenen Kirche"

Von Anfang Mai bis Ende Oktober organisieren wir "Offene Kirche"  in unserer Gemeinde St. Johannis. In diesem Jahr durften wir 10.416 Menschen in der Kirche willkommen heißen.

Heute bin ich von 10.00 bis 12.00 Uhr  die Kirchenwächterin. Ich hole mir den Kirchenschlüssel sowie das Wechselgeld für den Tag kurz vor Beginn im Pfarrhaus ab, dann schließe ich die große alte Kirchentür auf und achte darauf, dass die elektronische Sicherung ausgeschaltet ist, bevor ich die Innentür öffne. Ein schöner Moment, morgens allein den Kirchraum zu betreten!  Licht anschalten, Kerzen anzünden, die zum Verkauf ausliegenden Broschüren eventuell vervollständigen, überprüfen ob die Informationen zur Kirche und zur Gemeindearbeit in ausreichender Zahl vorhanden sind. Die ersten Gäste kommen herein und staunen über den wunderbaren Marienaltar und schon folgt die erste Frage, ob es sich um eine katholische oder evangelische Kirche handelt. Bestaunt werden oft auch das Tonnengewölbe und die Krippe von Herrn Ziomek. Manchen möchten Gedenk-Kerzen im Seitenschiff anzünden oder andere wiederum wissen, wie groß die Kirchengemeinde ist und wie es zu DDR-Zeiten den Gemeindemitgliedern ergangen ist. Bei der Begrüßung und der Frage, ob Informationen zur Kirche gewünscht werden, merke ich, dass die Besucher teilweise auch aus dem Ausland, z.B. Großbritannien, Niederlande, Dänemark oder Tschechien angereist sind. Manchmal hilft eine Ansprache in Englisch weiter oder zumindest eine der vorbereiteten Informationen in der eigenen Sprache. Häufig kommen Fragen zur Orgel und ich freue, mich wenn ich Besucher zu einem unserer Orgelkonzerte einladen kann. Ein Blick in das Gästebuch zeigt mir, wie angetan die meisten Touristen von der Schlichtheit unserer Kirche sind und wie gut ihnen der Besuch getan hat. Die zwei Stunden sind wieder schnell vergangen und auch ich hatte einen guten Vormittag mit vielen interessierten und wohltuenden Gesprächen und freundlichen Begegnungen mit Menschen von überall her. Am Nachmittag wird sich von 15.00 bis 17.00 Uhr jemand anders von uns Freiwilligen um neue Besucher kümmern. Wir freuen uns auf weitere ehrenamtliche Mitstreiter/innen, die ab Mai 2012 wieder die Kirche offen halten.

Renate Hesse

                                                                                            Wernigerode im November 2011

Offene Kirche St. Johannis

Wir haben mit vielen anderen ehrenamtlichen Mitgliedern unserer Kirchengemeinde die „offene Kirche“ betreut.
Mit Begeisterung haben wir unseren Besuchern die älteste Kirche in Wernigerode mit ihren Kostbarkeiten gezeigt.
Unser herrlicher Flügelaltar mir den original erhaltenen Malereien aus dem Jahr 1415 ist eine Rarität. Viele katholische Besucher der Kirche aus dem In- und Ausland sind überaus erstaunt von dem Marienaltar in unserer evangelischen Kirche. Wir mussten diesbezüglich viele Fragen beantworten.
Die letzte noch erhaltene Ladegastorgel in Wernigerode befindet sich in unserer St. Johanniskirche. Das Interesse der vielen Besucher an der Orgel war groß, es wurden auch hier viele Fragen gestellt.
Die vielen anderen Kunstgegenstände (geschnitzte Krippe, Tonnengewölbe, Johannes der Täufer, Kanzel, Orgelempore, Jesus am Kreuz) in unserer Kirche erfreuen die Besucher, und auch hier mussten viele Fragen beantwortet werden.
Es ist gerade die Freude und Ehrfurcht der Besucher, die uns berührt. Mit vielen kommen wir ins Gespräch, viele suche die Stille zum Verweilen. Es wird uns auch Dankbarkeit für Ruhe (Kerzen anzünden) und Gebete zum Ausdruck gebracht.
In der Winterpause freuen wir uns schon auf das neue Jahr. Wir suchen liebevollen Nachwuchs für diese schöne ehrenamtliche Aufgabe.

Rita und Klaus Schwörer