Johannes der Täufer

Die St. Johanniskirche in Wernigerode erhielt ihren Namen nach Johannes dem Täufer. Wer die St. Johanniskirche / Wernigerode besucht, tritt unter einer Figur des Johannes durch den Vorbau in das Innere der Kirche, die der regionale Holzschnitzer Karl Heinz Ziomek geschaffen hat. Er hat Johannes als Rufer dargestellt, gemäß den Verheißungen im Buch des Propheten Jesaja. Dort heißt es: „Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg.“ Über dem Portal angebracht ruft Johannes heute die Gläubigen zum Gottesdienst.

Der Bibel nach war Johannes der Täufer der Sohn Elisabeths und des alten Priesters Zacharias. Er lebte als Asket in der Wüste, wo er mit Kamelhaar bekleidet, sich von Heuschrecken und wildem Honig ernährte und eine Schar von Anhängern um sich herum versammelte. Er verkündete am Jordan das Kommen des Messias: Jesus Christus. Johannes rief die Menschen zu einer neuen Lebensführung auf und taufte sie. Johannes taufte auch Jesus im Jordan. Diese Erzählung aus dem Neuen Testament findet sich im Inneren der Kirche an Tafeln des Marienaltars und der Kanzel. Der Gedenktag von Johannes des Täufers ist der 24. Juni, der Johannistag. An diesem Tag begeht die St. Johannisgemeinde Wernigerode ihr jährliches Sommerfest.

 

Holfigur "Johannes der Täufer von Karl-Heinz Ziomek
Skulptur "Johannes der Täufer" an der Chorsüdwand (um 1500)